Eine neue Katzenstation ist entstanden
Wie schon in der Gründungsversammlung am 07. April 1977 beschlossen, ist das Ziel des Katzenschutzbundes, eine Katzenstation zu errichten. Diese Katzenstation ist notwendig, um frei lebende Katzen nach ihrer Unfruchtbarmachung zu betreuen, bis sie wieder freigesetzt oder sogar vielleicht vermittelt werden können. Bereits 1989 eröffnete der Katzenschutzbund eine provisorische Katzenstation, deren Kapazität schon lange nicht mehr ausgereicht hatte. Vor nicht allzu langer Zeit ist es uns gelungen, ein Anwesen zu erwerben, auf dem die neue Katzenstation entstanden ist. Wie es dazu genau gekommen ist, darüber wird im folgenden berichtet.
Einweihung der neuen Katzenstation am 5. Juli 2003 :
Angekündigt in der Samtpfote I/2003 und beispielsweise im Bremer Anzeiger vom 28. Juni 2003 fand am Samstag, den 5. Juli, nach ca. zweijähriger Bauzeit die offizielle Einweihung unserer Katzenstation am Osterholzer Deich 10 statt.
Es gibt viele glückliche Umstände, ohne die es nie zu dieser Station gekommen wäre: Eine tierliebe Frau Döhle, eine Familie Adamczewski, die auf der Suche nach ihrer Katze mit Frau Döhle ins Gespräch kam, wobei der Gedanke an eine mögliche provisorische Station für freilebende Katzen auf dem Gelände ihres Hofes geboren wurde, ein sich von Vertrauen getragenes über die Familie Adamczewski zum Katzenschutzbund entwickelndes Verhältnis bis hin zur nun entstandenen Katzenstation. Ohne das Vertrauen von Frau Döhle auf der einen Seite und ohne den „Architekten“ der Station, Herrn Adamczewski auf der anderen Seite, hätte diese Station nie entstehen können . So ist es nicht überraschend, daß der Vorsitzende des Katzenschutzbundes, Herr Sommerfeld, dies in seiner die Einweihungsfeier einleitenden Rede durch die Worte würdigte: Sollte dieses Haus einen Namen bekommen, so müßte es „Günter Adamczewski-Haus“ heißen.
Als wäre es verabredet, zeigte sich nun auch das Wetter wohlwollend, so daß die weitere Veranstaltung nicht allein in dem vorsorglich aufgebauten Zelt für 50-60 Personen, sondern im wesentlichen doch im Freien stattfinden konnte. Besonders hervorzuheben sind hier die musikalischen Darbietungen von Fritz Werner, u.a. mit seinem vom Rundfunk bekannten Lied vom Kater Nicki, die bei den ca. 200 Besuchern, auch aus Politik, Verwaltung und der Tierärzteschaft, großen Anklang fanden.
Neben dem Besucherzelt waren überdachte Stände für Kaffee und Kuchen, kalte Getränke und für den Verkauf von Stofftieren aufgebaut, außerdem ein Stand mit Informationsmaterial über den Katzenschutzbund und CD´s von unserem musikalischen Gast Fritz Werner, aber auch mit Luftballons. Rote (Kunst-) Ro-sen waren ein beliebtes Souvenir, dessen Verkauf gleichzeitig für Spenden für die uns anvertrauten Mitgeschöpfe sorgte.
Von großem Interesse war natürlich unsere Katzenstation selbst. Hierzu waren von ca. 15:00 bis 17:00 Uhr 15-minütige Führungen für jeweils 8-10 Besucher organisiert worden, die immer wieder erstaunt waren über Großzügigkeit, Zweckmäßigkeit und Sauberkeit der „Boxen“, die treffender „Zimmer“ genannt werden sollten, und über die Quarantäne- Einrichtungen. Es ist schließlich nicht alltäglich, wenn eine Katzenmutter zur Kastration nicht von ihren 5 Kleinen getrennt werden muß und sich trotz des unvermeidbaren Stresses schließlich doch schnell hier wohlfühlen kann.
Vor der Station konnten sich die Besucher an einer Infotafel an Hand von Bildern zusätzlich über den Ablauf des Baus der Station informieren. Die Einweihung der Station mit mehreren Darbietungen von Fritz Werner, dem an dieser Stelle auch besonders für seine spontane Zusage gedankt sei, fand so große Resonanz, daß die Idee geboren wurde, jährlich ein Sommerfest auf dem nun vereinseigenen Gelände (selbstverständlich bei verbrieftem Wohnrecht auf Lebenszeit für Frau Döhle) zu veranstalten, das auf Grund seiner herrlichen Lage „im Grünen“ zu solch einer Veranstaltung geradezu einlädt. Auch Fritz Werner erklärte seine Bereitschaft, gern wiederzukommen, und wünschte dem Katzenschutzbund viel Erfolg bei seiner tierschützerischen Arbeit, für die nun, allein schon die Station betreffend, viele zusätzliche engagierte Helfer gebraucht werden.
Mit einem Ausspruch des Dichters André Gide, der auf dem auch im Besucherzelt ausgelegten Informationsblatt zu diesem Zweck abgedruckt war, möge dieser Bericht über die Eröffnung der Katzenstation des Katzenschutzbundes abgeschlossen werden: „Das Glück des Menschen liegt nicht in der Freiheit, sondern im Übernehmen einer Aufgabe.“
Bitte beachten Sie, dass der Neubau nicht nur in Eigenarbeit entstehen konnte. Für die Maurer- Dachdecker und Installationsarbeiten von Heizung und Elektrik benötigten wir professionelle Firmen. Außerdem mussten Fenster, Türen u.v.m. angeschafft werden.
Für Instandhaltung und Wartung der Station wird also eine Menge Geld benötigt. Hier hoffen wir auf Ihre Unterstützung. Wenn Sie uns mit der Unterhaltung der Station finanziell unterstützen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das, für die Station eingerichtete Sonderkonto, bei der Sparkasse Bremen, Konto Nr. 5039292 BLZ 290 501 01.
Damit Sie sich optisch einen kleinen Überblick über die neue Station verschaffen können, haben wir für Sie einige Bilder archiviert: